
Projektbeschreibung
Zielsetzung
Ausführen eines gemeinsamen Projektes von der ersten Idee
bis zur fachlichen Umsetzung.
Umsetzung des zeichnerischen und modellierten Entwurfs
Beachtung der Anatomie und Proportionslehre
Harmonische Zusammenstellung der einzelnen Figuren
Koordination der Arbeitsabläufe
Zufriedenheit des Projektpartners und des Teams
Projektablauf:
Besprechung des Themas in der Gruppe
Besprechung (schriftlich) mit dem Projektpartner
Aussprache und Festlegung des Projekts
Erstellen des Plastilinmodells im Maßstab 1:2
Ausführung der Figuren
Bemalen der Figuren
Herstellen der gemeinsamen Kulisse
Kostenabrechnung
Ideenentwicklung
Weltuntergang, der letzte Tag der Menschheit auf Erden, ein immer wiederkehrendes Thema in der gesamten Menschheitsgeschichte. Auch wir haben uns damit auseinandergesetzt und in Form einer Eigeninterpretation umgesetzt. Wir haben uns nicht nur an der Offenbarung des Evangelisten Johannes aus dem neuen Testament orientiert, sondern es fließen vor allem unsere eigenen Eindrücke und Interpretationen über die derzeitige Situation auf unserem Planeten ein. Jeden Tag erfahren wir in den Nachrichten von Greueltaten, Kriegen und Umweltkatastrophen, wann wird die Welt endgültig enden, wann sind wir an der Reihe? Das Projekt besteht aus sieben vollplastischen Figuren und einem Relief, das gleichzeitig als Hintergrund dient. Den Mittelpunkt der Szenerie bildet der von den Angreifern überraschte und zu Boden gestürzte Mensch. Drohend auf ihn zu galoppiert der Krieg, angelehnt an den 2. Reiter aus der Apokalypse. Zur Rechten des Gestürzten befindet sich ebenfalls ein apokalyptischer Reiter, der, mit eine Waage in den Händen, auf das Ungleichgewicht der Ressourcenverteilung der heutigen Zeit hinweist.
Die nichtherrschende Gerechtigkeit, die zwar versucht dem Opfer zu helfen, jedoch nicht Herr der Lage ist, wird als weiterer Reiter dargestellt. Von oben herabstürzend sieht man eine Menschengestalt auf einem Adler, die die Natur verkörpert, welche sich an all den Verbrechen rächt.Als letztes Übel schleicht sich auch der Tod in die Szene. Er bricht aus dem Untergrund hervor, um den Mensch endgültig in die ewige Verdammnis zu bringen. Im Hintergrund wendet sich das Gute ungläubig vom Geschehen ab, ohne einzugreifen oder zu helfen. Doch wo ein Ende ist, ist auch ein Anfang. Symbolisierend für den Neubeginn steht ein Säugling, der von beschützenden Händen neu geformt wird.
Kulissenbau
Bei diesem Projekt sind nicht nur die einzelnen Figuren wichtig, auch der Kontext, in dem die Figuren wirken sollen, muss berücksichtigt werden. Deswegen gestalten wir eine gemeinsame Kulisse, auf der die Figuren eingepasst werden.
Der Untergrund der Kulisse bildet eine Dreischichtplatte, auf der wir die groben Dimensionen der Kulisse mit Styropor und PU-Schaum formen, das Styropor mit der Motorsäge aussägen und mit Fliesenkleber modellieren.
Darauf liegen Rostteile und Steine, die das vom Menschen geformte und die Natur symbolisieren. Die Sockel der Figuren sind passgenau in den Fliesenkleber eingefügt. Der Hintergrund ist eine weitere Dreischichtplatte, die durch ein Gerüst in ihrer gebogenen Form gehalten wird. Darauf befindet sich das Relief. Der Hintergrund ist als Sonnenauf- oder untergang farblich gestaltet. Da die Kulisse erst auf einer Höhe von 80 cm beginnt, haben wir eine Stoffbahn benutzt, um den Sockel zu verdecken.
Der erste Reiter der Apokalypse – die Gerechtigkeit - Ulrike Preußer
Ich stelle die Gerechtigkeit mit Hilfe eines unbewaffneten, hilflosen Reiters dar, der entsetzt mit ansieht, wie der Krieg Unheil unter die Menschheit bringt. In der Apokalypse des Johannes wird zwar davon berichtet, dass auch der erste Reiter die Menschheit bestraft, doch ich finde das nicht zutreffend. Ich habe eher das Gefühl, dass die Gerechtigkeit machtlos wird, sobald Menschen in Gefahr geraten.
Deswegen habe ich die Gerechtigkeit auf ein kleines, widerspenstiges Pferd gesetzt, dass weder gelenkt noch beherrscht werden kann. Es sträubt sich und versucht, in die entgegengesetzte Richtung zu fliehen. Die Gerechtigkeit kann aus dieser Entfernung nicht in das Geschehen eingreifen, besonders da ihre weitreichende Waffe, der Bogen, herunter gefallen ist.
Der Mensch am Boden - Christian Lienharter
Der Mensch, die Geldsau, der Schwächling,
sein Spiegel ist zerbrochen,
sein Inneres ist dunkel,
er kann es nicht sehen.
Seine Schönheit ist ihm egal,
er ist hässlich und unecht.
Er wird von der höheren Einheit überwunden,
sein Gesicht ist zur Fratze verzogen.
Sein Ende ist gekommen.
Der zweite Reiter der Apokalypse – der Krieg - Kary Geyr
Ich entschied mich dafür, meinen apokalyptischen Reiter als Frau darzustellen. Frauen sind meist nur in größter Gefahr in der Lage jemanden brutal zu ermorden. Meine Reiterin hingegen ist ein dämonenhaftes Wesen. Auch das Pferd auf dem sie reitet, ist kein natürliches Wesen. Es ist eine bestialische Kriegsmaschine.
Sie tötet einen Wehrlosen, der zu Boden gefallen ist.
Meine bisherige Erkenntnis dazu war, dass Frauen in bewaffneten Kriegen Geschichte geschrieben haben, allerdings selten als Täterinnen, sondern fast immer als Opfer. Ich frage mich, ob Frauen nicht eine bessere Methode zur Konflikt-bewältigung hätten. Wäre die Welt friedlicher, wenn mehr Frauen etwas zu sagen hätten?
Der dritte Reiter der Apokalypse – die Hungersnot - Daniel Stadlmann
Der dritte Reiter wird auf einem steigenden Pferd dargestellt. Mit seiner linken Hand, versucht er das Pferd zu lenken. In der rechten Hand hält er eine Waage, mit der er die Speisen bzw. den Hunger abwiegt. Die Hungersnot neigt sich zu dem Menschen, um zu zeigen, wie gut es ihnen geht. Sie sorgt für Ausgleich, aber da es schwer ist, nur einzelne zu bestrafen, kann oft kein anderer Weg eingeschlagen werden, als zu vernichten. |
Projektteam:
Maximilian Bernhard,
Kary Geyr,
Kristina Lehmann,
Christian Lienharter,
Dominike Luger,
Stephanie Nigg,
Ulrike Preußer,
Daniel Stadlmann
Begleitlehrer:
FL Josef Jehle



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