KONTAKT



Schule

Bildhauer

Maler

Vergolder

Schrift-
design

Kunst-
hand-
werk

Sommer-
Kreativ-
Kurse

Kunst-
räume

Wohnen

SERVICE

english

Anmeldung
Projekte
Abschlussprojekte
Absolventenverein
Schüler
Lehrer
Download
Weiterbildung

 

back next
2006 / 07 Bildhauer Abschlussprojekt
ARTIFEX

ARTIFEX

Entwicklung der Grundidee

In unseren abendlichen Konferenzen filterte sich vorerst der Gedanke heraus, dass wir in jedem Fall ein kollektives, großes Klassenprojekt entwickeln wollten. Nach der Erkenntnis, dass wir als Abschlussklasse sehr spezifische Stile besitzen, mussten wir folglich Prioritäten setzen, um unserer Vorstellung nach einem einheitlichen Thema gerecht werden zu können. Es stand zunächst die ungeschliffene Idee „ Kunst“ im Raum, welche es uns auf Grund ihres kaum fassbaren Umfangs schwer machte, sich ihr zu nähern. Doch schließlich einigten wir uns darauf, die unterschiedlichen Formen der Kunst aufzugreifen und sie unter dem Titel „Artifex“ zu manifestieren. Gleichzeitig wurden dabei die differenzierten Wünsche eines jeden Schülers so berücksichtigt, dass individuelle Entwürfe entwickelt werden konnten. Es kristallisierten sich sieben Kunstgattungen heraus.

Tanz - Malerei - Theater - Bildhauerei - Kunst+Natur - Musik - Literatur

Definition des Begriffs „ARTIFEX
Das aus dem Lateinischen stammende Wort „ARTIFEX“ bedeutet soviel wie Künstler(in), Schöpfer, Erbauer, Meister(in), Handwerker aber auch Anstifter, Urheber oder Schelm J. Adjektive die damit verbunden werden, sind kunstfertig und geschickt.

Entwurf: Nachdem das Thema ausgereift war und die Mitschüler sich ihre Kunstrichtungen ausgesucht hatten, erarbeitete sich ein jeder seine selbsterschaffene Figur, welche so direkt und ausdrucksstark wie möglich die erwählte Kunstform verkörpern sollte.Wunderbar war die simultane Feststellung, dass sich eigene Charakterzüge in der erwählten Kunstkategorie widerspiegelten. Währenddessen wurde sich außerdem auf das einheitliche Maß von 60 cm
geeinigt. Dies war uns sehr wichtig, damit die darzustellende, extreme Vielfalt eine gleichlaufende optisch ruhige, durchstrukturierte Wirkung erzielt.Allgemein arbeiteten wir unter der Beachtungvon ausdrucksstarken Bewegungen.                  

Modelle: Der Maßstab vom Plastilinmodell zum geschnitzten Werkstück betrug 1:2. Für das Modellieren wurden selbstangefertigte Skizzen und auch selbst erstellte Fotos von benötigten Körperhaltungen angefertigt.

Verleimen des Holzes: Nach präzisierter Entwicklung und Ausarbeitung des nun dreidimensional entstandenen Gedanken, konnte mit dem Zuschneiden und Verleimen ein erster Schritt zum Anhauen des Holzstückes begangen werden. Wobei natürlich auf  Schwindmaße und Jahresringverlauf zu achten war. Derweilen wurde die Wahl der Holzart mit einkalkuliert.
Einige Schüler bevorzugten die Zirbe, andere fanden an der Linde ihr Gefallen. Vor- und Nachteile wurden hier ebenfalls berücksichtigt, zum Beispiel die Wirkung der Bemalung in Verbindung mit der jeweiligen Holzsorte oder auch die Härte des Rohstoffes.

Schnitzen: Nachdem die passenden Hölzer verleimt waren, leisteten einige bei den größeren Werkstücken die Vorarbeit mit der elektrischen Kettensäge. Danach folgten das Anhauen in groben Flächen und anschließend das Anlegen der einzelnen Körperteile, zuerst in kubischen Formen und dann abgekantet. Als klare Bildnisse aus dem Werkstück entstanden waren, wurde daraufhin mit dem Ausarbeiten begonnen. Hierbei war gleichzeitig auf  Präzision der geschliffenen Eisen zu achten, um eine bestmögliche, glatte Oberfläche zu bekommen.
saubere Schnitte brachten das Holz zusätzlich zum Glänzen.
Zusatzarbeiten:
Die bildhauerische Phase war erledigt. Nun bot sich für jeden die Möglichkeit seine Skulptur zu perfektionieren. Hierzu wurden Werkmittel wie Metall, Glas, Stein, und auch Kunstharz oder Ton verwendet.
Kolorieren der Figuren & Holzschutz: Die Figuren wurden bei der farblichen Auswahl individuell gestaltet. So entstanden deckend bemalte sowie lasierend gemalte bzw. gebeizte Werkstücke. Je nach Vorstellung, wurde zum Schluss eine Schutzschicht aus Öl oder Wachs aufgetragen.

Gemeinsamer Sockel: Wir empfanden die Verwendung eines schwarzen Sockels als angebracht, da diese Farbwahl eine abschlichtende und stilvolle Wirkung in sich trägt. Die Abstimmung auf das kostengünstige Material Spanplatte, fiel uns aufgrund der glatten Oberfläche und des dunklen Anstrichs sehr leicht. Des Weiteren wurde ein System der Größenordung erstellt, um die Skulpturen bestmöglich wirken zu lassen. Um die farblich einheitlichen Sockel eleganter zu gestalten, wurde jeder von ihnen mit einem goldenen Buchstaben (aus Kunstfolie) versehen. Im Gesamten ergaben die Buchstaben unseren gemeinsamen Projekttitel „ARTIFEX“.

Projektteam:
Kathrina Baumgartner,
Thomas Einwaller,
Julia Ennuschat,
Edi Haas,
Reinhard Meilinger,
Harald Steinbacher,
Christoph Spengler

Begleitlehrer:
FL Josef Jehle

 

 

Katharina Baumgartner

Thomas Einwaller

Edi Haas

 

 

Harald Steinbacher

Die Fachschule für Kunsthandwerk