Projektbeschreibung
Thema/ Aufgabenstellung
In unserem Projekt setzten wir uns mit dem Thema Faszination – „Klettern“ auseinander. Grundlage für die Entscheidung, welches Thema wir in unserem Projekt behandeln, ist unser gemeinsames Hobby, das BOULDERN. BOULDERN bezeichnet eine neuartige Klettersportart, die immer mehr an Popularität gewinnt. Man klettert dabei seilfrei und auf Absprunghöhe. Einen Schutz bei Stürzen bieten nur Chrashpads oder ein Kletterpartner, der den stürzenden Klettere abstützt. Geklettert wird dabei fast ausschließlich auf Steinblöcken.
Zielsetzung
Da viele noch nie von dieser Sportart gehört haben und sich nichts darunter vorstellen können, wollen wir mit unserem Projekt versuchen, Interessierten diese Art des Kletterns näher zu bringen. Unser Ziel ist es, mit einer naturgetreuen Darstellung einen möglichst realistischen Einblick in die Welt des BOULDERNS zu vermitteln.
Projektablaufplan
Gemeinsame Besprechung des Pojaktthemas - Besprechung mit Projektpartner -
Zeichnen der Entwürfe - Modellieren der Kletterer - Ausführen der Schnitzarbeiten - Gestalten des Seinblocks - Montieren der Kletterer
Umsetzung
Bei diesem Projekt mussten wir besonders auf Proportion und Anatomie achten. Hierfür machten wir von uns gegenseitig Photos in der gewünschten Haltung. Dies ermöglichte uns ein besseres Vorstellungsvermögen der Bewegungsabläufe. Auch Muskelpartien wurden dadurch sehr gut ersichtlich und erleichterten uns die Modellierarbeiten erheblich. Wichtig war uns auch, durch unsere Kletterer die Vielfalt der Bewegungsabläufe, die im Klettersport möglich sind, zu vermitteln.
Modellieren
Beim modellieren fertigte jeder zuerst ein auf einer Spanplatte montiertes Drahtgerüst, dass dem Modell die nötige Festigkeit verleiht. Anhand der zuvor gemachten Photos konnten wir dann mit dem Modellieren beginnen. Unter Berücksichtigung von Proportion und Anatomie entstand nach und nach die Form der Kletterer. Wir modellierten alle Kletterer oberkörperfrei, da beim klettern die Schulter- u. Rückenpartien besonders stark hervortreten. Dadurch wird die körperliche Anstrengung beim klettern zusätzlich verstärkt. Beim Holz herrichten musste zuerst ein Plan erstellt werden, wie die Figuren verleimt werden. Die Figuren wurden bis zu vier Mal verleimt, einerseits um den Verschnitt so gering wie möglich zu halten und andererseits um störende Äste und Holzfehler aus dem Holz zu bekommen.
Schnitzen
Das Schnitzen der Figuren stellte sich doch etwas schwieriger heraus als Anfangs gedacht, da sich durch die Haltung der Kletterer oft schwer zugängliche Stellen ergaben. Auch bei den Armen und Beinen mussten wir mit gewissem Feingefühl arbeiten, da das Holz bei Längsmaserung zum brechen neigte. Wir versuchten auch einige Details einzuarbeiten, um die Figuren noch wirklichkeitsgetreuer erscheinen zu lassen. Bei gewissen Unklarheiten halfen wir uns gegenseitig aus und versuchten, Anordnung, Größe und Form der Muskeln so gut als möglich zu schnitzen.
Steinblock
Dieser ist aus eigener Phantasie entstanden und bei genauerem Hinsehen kann man mehr erkennen als nur einen einfachen Steinblock. Die Struktur entnahmen wir der Natur und einigen Photos von künstlichen Steinen. Gefertigt wurde der Block aus verleimten Styroporplatten und hochwertigem Fliesenkleber mit Haftemulsion. Erst durch das Bemalen mit Dispersionsfarben kam die Felsstruktur richtig zur Geltung.
Ergebnisse
Beschreibung der Projektszene: Alle drei Figuren wurden in verschiedenen Bewegungsabläufen dargestellt, was die Vielseitigkeit des Boulderns näher bringen soll. BOULDERN ist nicht nur ein „stures Bezwingen“ des Steinblocks, sondern bedarf gewissen Grundkenntnissen von Bewegungsabläufen wie zum Beispiel: Blocken, Menteln, Hooken.
Evaluation - Planung versus Realisierung
Ursprünglich waren nicht drei Kletterer geplant sondern nur einer der klettert, einen Beobachter und eine sitzende Figur. Da wir uns jedoch nicht einigen konnten, wer welche Figur schnitzt, haben wir beschlossen, dass alle drei einen Kletterer entwerfen. Dadurch haben wir alle die Chance bekommen, eine Figur mit interessanter Bewegung und Komposition zu schnitzen. Auch die Dimensionen der Figuren und des Steinblocks mussten wir etwas verringern, da sich ansonsten eine Präsen-tation im U2 als unmöglich erwiesen hätte.
Persönliche Erfahrung:
Zu dritt ein gemeinsames Projekt zu verwirklichen erschien uns Anfangs eine leichte Aufgabe. Erst nach und nach haben wir erfahren was es heißt, ohne eine Lehrperson (obwohl uns unser Projektbetreuer Jehle Josef immer unterstützt hat) etwas eigenständig zu organisieren und ausführen. Wir glauben, dass dieses Projekt eine wichtige Erfahrung für das spätere Berufsleben ist. |
Projektteam:
Manfred Hellweger,
Christoph Ganser,
Christoph Sprenger
Begleitlehrer:
FL Josef Jehle


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