Projektbeschreibung
Fünf Schüler/innen der Abschlussklasse 2004/2005 haben gemeinsam das Abschlussprojekt gestaltet. Das Projekt befasst sich mit den unterschiedlichen Kulturen und Weltanschauungen auf der Erde. Im Zentrum des herzustellenden Objektes befindet sich die Erdkugel. Entlang dieser werden fünf Repräsentanten der jeweiligen Kontinente in Form von Einwohnern dargestellt.
Aufgabenzuteilung:
Die Figuren, die jeweils einen Kontinent symbolisieren, werden von
den teilnehmenden Kandidaten in Einzelarbeit angefertigt.
Afrika - Gabriel Rauchegger,
Asien - Birgit Tscheliessnig,
Europa - Jonathan Straube,
Australien - Josef Kirchmaier,
Amerika - Andreas Zerinschek
Die Idee
Wie stellen die fünf Repräsentanten der Kontinente plastisch als Naturvölker dar. Die Figuren sind nach dem Zeitpunkt ihrer Besiedelung angeordnet, und verlaufen spiralenförmig aufsteigend. Beginnend mit Afrika, wo das Leben entstand. Von da aus verbreitet sich der „Mensch“ über Asien, Europa, Australien und erst bei der letzten Eiszeit, vor 20.000 Jahren nach Amerika aus, Skelettfunde und Fossilien bestätigen dieses. Im Zentrum befindet sich die Erdkugel, die von einer Blattform im unteren Drittel durchtrennt ist. Auf dieser hat jede Figur ihren Sektor. Dies wird für den Betrachter in angenehmer Sichthöhe mit einer Drehvorrichtung positioniert. Mit den personifizierten Darstellungen heben wir den optischen Unterschiede hervor und geben den Individuen differenzierten Sinne.
Afrika
Der vergängliche Kontinent. Wo einst ein subtropisches Klima herrschte ist heute die größte Wüste der Welt. Das Nordafrikanische Trockengebiet mit der Sahara zählt zu den lebensfeindlichsten Gebieten der Erde. Dennoch herrscht ein reges Treiben bei Insekten und Kleinstlebewesen, die sich an diesen Lebensraum angepasst haben. Gleich wie die Nomaden die Wüste bezwingen hat die Evolution diesen Kontinent auserwählt. Nach der darwinschen Theorie entwickelte sich aus dem Homo-Erektus der genetische Grundstock des heutigen Menschen. Trotz der lang anhaltenden Trockenperioden und der daraus folgenden extremen Hitze schaffte es der Mensch auf diesen Kontinent Fuß zu fassen.
Asien
Der Kontinent Asien mit dem Land der aufgehenden Sonne ist der bevölker-ungsreichste von allen. Diese Menschen ernähren sich hauptsächlich von Reis der seid je her in großen Mengen angebaut wird. Der Handelsweg der Seide sowie der Gewürze erfolgt seit je her über den Seeweg. Während des Erwachsens Chinas wurde um das Reich des herrschenden Kaisers eine Maucher errichtet. Diese ist das längste Bauwerk der Welt und ist vom Mond aus sichtbar. Durch geografische Gegebenheiten haben sich Essgewohnheiten in den Küstengebieten auf Fisch und Meerestieren spezialisiert. Aus ethischen Gründen verzichten die Asiaten während den Malzeiten auf Symbole der Gewalt, wie zum Beispiel Messer und spitze Gegenstände. Daraus hat sich im Laufe der Jahrhunderte die Essgewohnheit mit Stäbchen herauskristallisiert
Europa
Der Kontinent der Sagen und Mythen. Wie im klassischen Altertum der Zorn des Zeus in Blitzform auf die Erde einschlägt spiegelt sich die Lebensweise der Europäer wieder. Der durch Krieg gebeutelte Kontinent Europa, erfuhr die längste Friedenszeit seiner Existenz in den letzten sechzig Jahren. Doch das Überleben war vor 5.000 Jahren viel rauer. Der Mensch arbeitete in seinem Fortpflanzungstrieb um das bloße Über-leben. Sein Wille den Menschen fortleben zu lassen ließ ihn in rauhen Gebirgen und extremen Höhen überleben. Nach dem er den Grundstock der Besiedelung geschaffen hatte, wandte er sich der Kunst und Kultur zu. Der “alte Kontinent“ Europa ist somit Ausgangspunkt der Kunst. Mit fast einem Drittel der großen Werke und Skulpturen ist Italien der Vorreiter. Durch die in Europa befindlichen Wirtschaftsmächte wird die Kunstbeflissenheit hoffentlich noch generationenlang anhaltend.
Australien
Der kleinste und besiedelungsärmste Kontinent ist dennoch reichhaltig und vielfältig an kulturellen Zeitzeugen. So wie die Jahrtausenden alten Wand-malereien in Höhlen, so hat sich auch das traditionelle Didgeridoo mit seinem individuellen Klangbild nicht verloren. Der moderne Gebrauch dieses Holzblasinstruments ist der Beweis für die Überlebensfähigkeit der primitiven Ureinwohner. Wie die Aborigines in der heutigen Zeit in ihre Reservate zu-rückgedrängt werden, so wird auch ihre Lebensweise verdrängt. Mit ihren jetzigen Lebensstrategien und Kenntnissen der Nahrungsbeschaffung sicherten sie sich das Überleben über die Dürreperioden und somit über Jahrtausende. Die Schönheit und Beflissenheit des kleinsten Kontinents spiegelt sich in der Eigenart der einheimischen Fauna wieder. Die Kängurus und Koalas sind die global vertretensten Repräsentanten dieses roten Landes.
Amerika
„….nun steh ich da ich armer Thor, und bin so klug als wie zuvor…“
Diese von Göthe zitierten Worte lassen sich auf den jüngst besiedelsten Kontinent ummünzen. Die fatalen Fehler die durch Europäer begangen wurden, werden nun durch die Amerikaner wiederholt. Wie in einem Sprichwort von Konfuzius lautet die Nachahmung als einfachster Prozess der individuellen Handlung. Durch die Vertreibung der Ureinwohner Amerikas haben die Besiedler ihre Kultur mitvertrieben. Wie die Schnelllebigkeit der Amerikaner deutlich vor Augen hält ist die Lebensweise ein Spiegel des inneren Denkmusters. Luk. 9.25 Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei sich selbst und Schaden nimmt.
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Projektteam:
Birgit Tscheliessnig,
Gabriel Rauchegger,
Josef Kirchmaier,
Jonathan Straube,
Andreas Zerinschek
Begleitlehrer:
FL Josef Jehle




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