Grundgedanken und Entwürfe
Da unsere Klasse nur aus sechs Schülern besteht lag die Idee nahe ein gemeinsames Projekt zu beginnen. Wir besprachen uns und nach kurzer Zeit war der Entschluss gefasst. Wir wollten die Mission „gemeinsames Projekt“ wagen. Nun war es daran ein geeignetes Thema zu finden. Nach einigem überlegen welches für unser Projekt in Frage käme, entschieden wir uns für die Idee Selbstportraits in Form von Büsten, anzufertigen.
Die Köpfe sollen unsere Charaktere darstellen, etwa so wie die Charakterköpfe von Franz Xaver Messerschmidt. Um das Gesamtkunstwerk abwechslungsreich zu gestalten, wollen wir verschiedene Materialien, nämlich Holz im Gegensatz zu Bronze, verwenden.
Die Verwirklichung
Drei Schüler gestalten ihre Portraits in Holz und drei gießen ihre Büsten in Bronze. Zu erst begann jeder einzelne mit dem Entwerfen seines Selbstportraits auf Papier, danach wurden von jedem Fotos gemacht um später das modellieren zu erleichtern. Jeder fertigte sich ein Grundgestell aus Holz, auf welches dann aufmodelliert wurde. Um sich selbst zu modellieren besorgten wir uns Spiegel und nahmen unsere Fotos zur Hand. Das genaue modellieren unserer Köpfe war sehr anspruchsvoll und wir lernten viel dabei. Als die Modelle nun endlich fertig waren, machten wir Silikonnegative davon, die wir in ein Gipsnegativ einschlossen. Jetzt konnten wir mit dem eigentlichen Gießen beginnen. Jeder machte einen Gipsguss von seiner Büste, als Vorlage für seine bevorstehende Schnitzarbeit.
Vorbereitung auf das Schnitzen in Holz
Jeder befestigte seinen Holzbock mit einer Figurenschraube an seinem Schnitztisch. Die Form des Modells wurde nochmals genau auf das Holz übertragen und aufgezeichnet. Jetzt konnte mit dem Anhauen der Büste begonnen werden. Schritt für Schritt arbeiteten wir uns an die Form unseres Stücks hin.
Vorbereitung auf das Bronzegießen
Um einen Bronzeabguss von unseren Büsten machen zu können war ein Wachspositiv notwendig. Dazu hingen wir die schweren Negative ( also das Silikonnegativ einge-schlossen in das Gipsnegativ ) an einem starken Seil auf und gossen unter ständigem drehen des Negativs etwas Wachs hinein, bis die Wachsschicht etwa 1cm stark wurde. Nach dem die Wachspositive abgekühlt und hart waren konnten wir sie aus den Negativen herausholen. Nun wurde es Zeit in die Bronzegießerei zu fahren. Dort gossen wir mit Hilfe eines Bronzegießers unsere Selbstportraits in Bronze.
Anfertigung der Gipsformen
Zuerst wird eine Masse aus Wasser, Gips und Tennissand, mit einer Luftdruckpistole auf die Wachsform aufgetragen, damit keine Luftblasen auf der Oberfläche entstehen. Um zu verhindern, dass die Gipsform zerbricht wird die Form mit einem Metallgitter umzäunt. Danach wir das Gitter mit einer Plastikfolie umwickelt. Dann wir eine Große Menge aus Wasser, Gips und Tennissand angemischt. Diese Masse wird schüttet man in den Käfig bis die Büste nicht mehr zu sehen ist.
Diese Gipsform lässt man dann eine Stunde aushärten. Nachdem Aushärten wird die Form gewendet und ein fester Draht wir zur Befestigung des Kerns angebracht. Darauf hin werden an der Unterseite der Einguss und die Luftkanäle befestigt. Es wird wieder eine Mischung aus den oben genannten Materialien hergestellt. Diese wird in das Innere der Wachsformen gegossen. Schlussendlich werden die Gipsformen 48 Stunden im Hochofen ausge-brannt damit die Feuchtigkeit und das Wachs verdampfen.
Der Bronzeguss
Zuerst wird ein Keramiktopf in den Schmelzofen gestellt. Dann werden Bronzebarren hinein gegeben. Danach wird er mit Kohle angeheizt. Während das Bronze schmilzt werden die Gipsformen aus dem Hochofen genommen und im Sand eingegraben damit die Formen währen des Gießens nicht auseinander brechen.
Der Keramiktopf mit dem geschmolzenen Bronze (ca. 1200Grad Celsius) wird aus dem Schmelzofen gehoben. Jetzt wird die Bronze vorsichtig in die Formen eingegossen. Nach dem eingießen der Bronze in die Gipsform, lässt man sie drei Stunden aushärten. Jetzt wird mit einem Hammer die Gipsform vorsichtig entfernt.
Fertigstellung der Bronzebüsten
Zuerst wird der Kern mit einem Hochdruckreiniger heraus gespritzt. Danach werden die Eingüsse und Luftkanäle abgetrennt. Dann werden die Skulpturen mit Hammer und Meißel bearbeit, unerwünschte Gräten werden entfernt. Unebene Stellen werden mit einem Spezialschleifer ausgeglichen. Nun werden die Köpfe sandgestrahlt, damit die letzen Verunreinigungen verschwinden. Schlussendlich werden die Büsten patiniert und mit einer Metallbürste schattiert.
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Projektteam:
Reinhard Feldinger,
Christoph Luttinger,
Larissa Mathis,
Florian Saurer,
Benjamin Scheiber,
Robert Wieser
Begleitlehrer:
FL Josef Jehle




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