Projektinhalt:
Entstehung und Planung
Im September 2008 beschlossen Sabine und ich, unsere Ausbildung mit einem gemeinsamen Abschlussprojekt zu beenden. Daraufhin folgten die ersten Gedankengänge zum Projekt. Da wir beide sehr naturverbunden sind, wollten wir dies in unserem Projekt thematisieren. Also entschieden wir uns für die Darstellung von Elfen.
Aufgabenstellung
In einer Gemeinschaftsarbeit soll das in vier Jahren angeeignete Wissen in künstlerischer, als auch in technischer Hinsicht angewandt werden. Auch organisatorisches, sowie handwerkliches Können sollen bei diesem Projekt unter Beweis gestellt werde. Die interessante Darstellung des bewegten, menschlichen Körpers mit Beachtung der Proportionen und Anatomie ist unser Hauptmotiv und bildet so die Grundlage für Planung und Entwurf dieses Projektes.
Zielsetzung
Gewünschtes Ziel ist es, dieses Projekt unter Berücksichtigung aller Teilkomponenten zu realisieren und auf den Abgabetermin fertig zu stellen. Durch völlige Entscheidungsfreiheit gegenüber unserem Projektpartner, starteten wir mit unserem gemeinsamen Projekt.
Ideenfindung
Der Begriff „Kosmos“ leitet sich vom griechischen kósmos ab, was so viel bedeutet wie „Weltordnung“. Da wir beide sehr naturverbunden sind, wollten wir diese in unserem Projekt thematisieren. Wir Menschen neigen dazu, uns immer nur das Beste und für uns Positive herauszunehmen. Dafür verändern wir die Welt um uns herum und merken oft gar nicht, dass wir ihr damit mehr schaden als nützen. Wenn jedoch ein Aspekt, wie gut oder böse, überhand nimmt, wird das Gleichgewicht gestört: Die Welt gerät aus den Fugen. Dies soll uns lehren, dass es immer beide Seiten benötigt, damit das Ganze funktionieren kann.
Elfen gelten seit jeher als Botschafter zwischen Mensch und Natur. Die kleinen, menschenähnlichen Naturgeister können sowohl gut sein als, auch böse und daher eignen sie sich ideal als Darstellungsform für unser Projekt.
Entwurf
Nach einigen Gesprächen konnten wir Position und Haltung der Figuren auf Skizzen festhalten. Anhand der Skizzen konnten wir eine saubere Entwurfszeichnung erstellen. Nun konnte sich jeder eine individuelle Gestaltungsfreiheit für seinen Bereich überlegen. Als Vorlage und Hilfe dienten und verschiedene Anatomiebücher und Bewegungsstudien.
Vor Beginn der Modellierarbeit wurde die endgültige Figurengröße festgelegt, damit das Modell bereits in einem geeigneten und angenehmen Maßstab angefertigt ist (1: 2). Das Wichtigste bei dem Erstellen eines Modells ist es, dass es wirklichkeitsgetreu und anatomisch korrekt ist. Beim konstruieren muss man die Körperproportionen und den Draht richtig hinbiegen. Damit die Elfen nicht durch warme Raumtemperaturen an dünnen Stellen abknicken, werden sie zusätzlich durch einen Dübel fixiert. Je genauer man modelliert, umso leichter tut man sich dann beim Schnitzen.
Schnitzarbeit
Zuerst werden die Figuren grob angehauen, wobei man auf Einhaltung der Form achten muss. Danach kam das Anlegen der jeweiligen Details wie Kopfform, Hände, Brüste und Haare. Zuletzt wurden dann Gesichtszüge, Faltenwürfe und Sockelschwünge sauber nachgearbeitet.
Die gute Seite wird von Karin Gruber durch eine Lichtelfe dargestellt. Ruhige Ausstrahlung, sanfte Farben, runde Formen und leichte, geschwungene Linien dienen als Attribute des Guten, ebenso wie die großen Schmetterlingsflügel. Die hübsche Lichtelfe lächelt den Betrachter freundlich an und hält ein weißes Tuch an ihre Brust, welches die strahlende Reinheit symbolisiert.
Geschnitzt wurde die Figur aus Lindenholz , welches mit Acrylfarben lasierend bemalt wurde. Die selbst gegossenen Flügel bestehen aus Gießharz, die mit Klarlack besprüht wurden um so die Trübe des Gusses mit hochwertigem Glanz zu ersetzen.
Die böse Seite als Gegenpart zur guten Seite wird durch die Dunkelelfe von Sabine Trebicky dargestellt. Geprägt von spitzen Formen, düsteren Farben und jeder Menge Bewegung steht sie für alles Schlechte, Böse und die Zerstörung. Die fledermausähnlichen Flügel lassen schon auf den ersten Blick keinen Zweifel an der Gesinnung der schlanken Gestalt, die buchstäblich zu den Waffen greift. Sie steht auf einem drachenköpfigen Fels, der unter ihrem Fuß zerbröckelt. Das vom Sturm gepeitschte Kleid scheint auf dem Boden vorwärts zu kriechen und tatsächlich verwandeln sich seine Ausläufer in giftige Schlangen.
Auch hier wurde Lindenholz verwendet und mit Acrylfarben angemalt.
Das Gleichgewicht wird durch die Waage symbolisiert, auf der beide Figuren auf je einer flachen Waagschale stehen. Sie ist exakt auf gleiche Höhe ausgerichtet und dient als Sockel. Mit ihrer Form als Pyramide deutet sie himmelwärts und weist so auf den Kosmos hin, die Weltordnung. |
Projektteam:
Karin Gruber,
Sabine Trebicky
Begleitlehrer:
FL Josef Jehle




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