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2002 / 03 Bildhauer Abschlussprojekt

 

Wetterloch

 

Projektinhalt

Thema

Das Lokal unseres Projektpartners heißt „Wetterloch“. Dieser Name bildet die Grundlage für unsere Arbeit. Von dem Projektpartner wurde der Wunsch geäußert, eine Deckengestaltung in Form eines Reliefs zu fertigen, mit Einbezug des Namens „Wetterloch“.
Aufgabenstellung
In einer Gemeinschaftsarbeit soll das in vier Jahren angeeignete Wissen in künstlerischer als auch in technischer Hinsicht angewandt werden. Auch organisatorisches sowie handwerkliches Können sollen bei diesem Projekt unter Beweis gestellt werden.
Zielsetzung
Gewünschtes Ziel ist es, dieses Projekt unter Berücksichtigung aller Teilkomponenten zu realisieren. Über die Umsetzung des gefertigten Kleinmodells in eine lebensgroße Darstellung entscheidet der Projektpartner.
Aufgabenverteilung
Bei der gesamten Durchführung des Projektes wurde hoher Wert auf „Teamwork“ gelegt, so gab es auch keine direkte Arbeitsaufteilung. Es wurden von jedem seine speziellen Fähigkeiten eingesetzt und so konnten wir das gewünschte Ziel erreichen.
Die unterschiedlichen Wetter - Erscheinungen werden in drei Akten symbolisiert. Diese Akte sollen als Hochrelief die Decke im Zentrum der Cafe Bar schmücken. Alle drei Akte werden sehr bewegt dargestellt und bilden eine Kreisform. Die Oberfläche der Akte wird unterschiedlich bearbeitet. Ein männlicher Akt wird roh behauen, ein weiblicher Akt fein geschnitzt und ein weiterer weiblicher Akt fein geschliffen. So wird eine gute und eine schlechte Seite des Wetters versinnbildlicht. Außen und innen des Aktkreises sollen Attribute des Wetters stilisiert dargestellt werden. Die Wettersymbolik bildet in Gemeinschaft mit den drei Akten eine künstlerische Gesamtkomposition. 
Entwurf
Nach einigen Gesprächen konnten wir Position und Haltung der Figuren auf Skizzen festhalten. Anhand der Skizzen konnten wir eine genaue Entwurfszeichnung erstellen. Nun galt es nur noch festzulegen wer welchen Teil schnitzt. Nun konnte sich jeder eine individuelle Gestaltungsfreiheit für seinen Bereich überlegen.
Modell
Vor Beginn der Modellierarbeit wurde die endgültige Figurengröße festgelegt, damit das Modell bereits in einem geeigneten Maßstab angefertigt werden konnte. Nachdem das Gerüst fertig war, begannen wir die Modellier-Maße aufzubauen. Je genauer man modelliert, umso leichter ist das Schnitzen, denn man kann sich die Hilfspunkte genauer heraus messen.
Oberflächenbehandlung
Für die Farbgebung wählten wir die Airbrushtechnik, da man die Übergänge der verschiedenen Farben besser erzielt. Da wir keine deckende Oberfläche wollten, mischten wir Wasser in die Airbrushfarben, um einen lasierenden Effekt zu bekommen. Den Abschluss bildete ein Wachsöl, welches dem gesamten Relief einen gewissen Schutz und dezenten Glanz verleiht. Das fertige Stück wurde dann noch auf eine weiße Platte montiert, wobei diese durch Distanzen 2 cm Abstand vom Relief bekam und so eine weitere Tiefenwirkung erhielt.
Resume`
Der Name Wetterloch und somit auch Titel des Projektes hat sehr viel Energie und Dynamik. Die Facetten des Wetters kann man leicht auf die des Lebens übertragen. Das Wetter ist wechselhaft und impulsiv, stürmisch und zerstörend, aber auch sanft und warm. Die Sonne schenkt uns Kraft und Frieden, ihre Strahlen erleuchten unsere Herzen. Hingegen Sturm und Blitze verursachen oft Angst und Zerstörung und  dies überträgt sich dann vielleicht auch auf uns. Aber ohne Wetter gäbe es kein Leben, denn das Wetter schenkt uns Wasser und Sonne und dies ist wiederum Voraussetzung für unsere Nahrung. Das Wetter kommt oft schnell, geht aber auch oft schnell und dies symbolisiert für uns das schwarze Loch.


Projektteam:
Thomas Koch,
Michael Hummel,
Virgil Fuetsch

Begleitlehrer:
FL Josef Jehle

Modell

 

 

 

 

 

 

 

Wetterloch

Die Fachschule für Kunsthandwerk