Projektbeschreibung
Aufgabenstellung
In einer gemeinsamen Arbeit soll das in vier Jahren angeeignete Wissen im Schnitzhandwerk in künstlerischer, als auch in technischer Hinsicht angewendet werden. Das fertige Produkt wird anschließend im Innovationszentrum in Pflach ausgestellt.
Idee
Kaum irgendwo sonst wie in einer Mannschaftssportart zeigt sich so deutlich, wie wichtig das Verstehen untereinander ist um erfolgreich zusammen zu arbeiten. Damit sich ein schönes und attraktives Spiel entwickeln kann, müssen die Teilnehmer mit Fairness, gegenseitigem Respekt, aber auch mit Leidenschaft und Engagement agieren. Besonders im modernen Fuß-ball zählen diese Eigenschaften zu den wichtigsten Faktoren, die zum Erfolg führen. Die Spieler der Teams kommen oft aus aller Herren Länder und den verschiedensten Kulturen. Nur ihr gemeinsames Ziel hält sie zusammen. Nach eingehender Beratung entschied sich die Gruppe für eine Momentaufnahme eines Fußballspieles mit Torhüter, Angreifer und Verteidiger sowie einem Schiedsrichter.
Entwurf
Erst galt es, eine Spielszene festzulegen und die Aufgaben zu verteilen. Danach konnten erste Skizzen erstellt werden. Gemeinsam wurden anschließend Position und Haltung der Figuren besprochen und allfällige Verbesserungsvorschläge angebracht. Hilfreich war es, die typischen Bewegungen im Fußballspiel in Skelettstudien einzufangen. Als Vorlagen und Hilfe dienten uns Fotos aus Zeitungen und Fußballzeitschriften. Anhand dieser Auswahlskizzen konnte die definitive Körperhaltung ausgewählt werden. Erst jetzt konnte die eigentliche Entwurfszeichnung in Angriff genommen werden.
Modell
Vor Beginn der Modellierarbeit wurde die endgültige Figurengröße festge-legt, damit das Modell bereits in einem angenehmen Maßstab angefertigt werden konnte. Bei einem Modell in Plastelin ist es wichtig, bereits das Gerüst möglichst genau zu konstruieren, um zu verhindern, dass Holz oder Draht zum Vorschein kommen. In unserem Falle war dies gar nicht so einfach, denn durch Bewegung und Tempo entstehen außergewöhnliche Stellungen. Anhand des fertigen Modells wurde das Zirbenholz zugeschnitten und möglichst formnah verleimt. Dies vermindert den Holzverschnitt und erleichtert zu einem Teil die Schnitzarbeit. Als zusätzliche Hilfe wurden die Verleimfugen am Modell leicht eingeritzt. Diese Linien dienten als wertvolle Hilfen beim Übertragen von Proportionen und Längen vom Modell auf das Werkstück.
Schnitzarbeit
Zum Anhauen konnte anfänglich die Kettensäge verwendet werden. Als schwierige Stellen stellten sich wie erwartet Hände, Füße und Kopf heraus. Erst nachdem die Schnitzarbeit samt Nachputzen abgeschlossen war, wurde die Figur vom Sockel getrennt und die Standfläche abgeschliffen.
Probleme
Wie überall im Leben gab es Vorgaben, an die man sich trotz aller Gestalt-ungsfreiheiten halten musste, denn das Werk als Ganzes soll am Ende eine homogene Einheit bilden. Gerade in kreativen Berufen ist es oft schwierig, unterschiedliche Vorstellungen, in unserem Falle vier, unter einen Hut zu bringen. Umso wichtiger ist die Absprache und Konsensfindung untereinander in regelmäßigen Abständen.
Oberflächenbehandlung und Abschluss
Für die Farbgebung wurden verschiedene Techniken miteinander vermischt. Damit die Struktur des Holzes erkennbar blieb, wurde Körnerbeize als Grundfarbe verwendet. Danach konnten die Details wie Augen, Werbeaufschriften, usw. mittels Dispersions- und Acrylfarben aufgemalt werden. Durch den gezielten Einsatz der Airbrushtechnik konnten am Ende zusätzlich Raumeffekte erzielt werden. Auf die Färbung der nackten Körperteile wurde bewusst verzichtet, da das Zirbenholz nach einiger Zeit selbst einen angenehmen Braunton bildet. Das Finish bildet ein Wachsöl, welches den Skulpturen einen gewissen Schutz und dezenten Glanz verleiht.
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Projektteam:
Stefan Juen,
Maria Metzler,
Katharina Wahrstätter,
Anton Blättler
Projektleiter:
FL. Josef Jehle



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