„Ein Abend der besonderen Art“

Ein Abend der besonderen Art

Bereits zum fünften Mal lud die Fachschule für Kunsthandwerk und Design(Schnitzschule Elbigenalp) zur Vernissage von kreativ-künstlerischen Arbeiten von Absolventen und zur Präsentation der Abschlussklassen ein.
Heuer wurde erstmals eine „Lange Nacht des Kunsthandwerks“ an die Präsentationen angehängt. Zahlreiche prominente Besucher, Vertreter der Presse, Absolventen, sowie Freunde und Verwandte der Abschlussklassen, aber auch viele einheimische Gäste konnten an der Schule begrüßt werden. Musikalisch umrahmt wurde dieser besondere Abend von Jonas Huber (10 Jahre) mit seiner Ziehharmonika. Der frischgebackene Drittplatzierte bei der Weltmeisterschaft im Zillertal begeisterte die Kunstinteressierten mit traditionellen aber auch modernen Stücken.
Emil Mayr aus Ampflwang im Hausruckwald absolvierte im Juni 2009 die Ausbildung an der Fachschule für Kunsthandwerk. Seit dieser Zeit arbeitet er selbständig als Bildhauer und nimmt an vielen Ausstellungen und Symposien teil. Die in seinem Atelier entstandenen Kunstwerke sind alle einzigartig. Sakrale und profane Unikate entstehen nach seinem eigenen Stil und Entwurf. Nun präsentierte er an seiner alten Ausbildungsstätte seine zahlreichen Arbeiten, um auch den aktuellen Schülerinnen und Schülern zu zeigen, was man aus sich machen kann.
Die Tochter des Direktors Ernst Hornstein, ist die zweite Absolventin, die Ihre Arbeiten in den Ausstellungsräumen der Fachschule präsentiert. Elisabeth Hornstein beschäftigt sich seit 2006 mit Fotografie. Das Festhalten des Augenblicks ist die Faszination dieser Kunst. Sie ist hauptberuflich als Maler, Vergolder und Schilderherstellerin in der Firma Vergoldung – Malerei Hornstein tätig, doch ihre Leidenschaft ist die Fotografie.
Der 2. Part des Abends stand ganz im Zeichen der Abschlussarbeiten der Abschlussklassen. Nach der 4-jährigen Ausbildung zum Bildhauer bzw. zum Maler/Vergolder/Schilderhersteller können die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Abschlussarbeiten ihre ganz eigenen Ideen zur Geltung bringen. Anhand Computerpräsentationen wurden die 3 Gruppenarbeiten dem gesamten Publikum vorgestellt:
In der Bildhauerei benannten 3 Absolventen ihr Thema: Apotheke zum Andreas Hofer. Sandra Brugger, Robert Ranacher und Franziskus Loidl wählten als Projektpartner die Apotheke zum Andreas Hofer. Es wurden 3 Reliefs angefertigt, die in Zukunft denWartebereich der Kunden verschönern. Für die Ausarbeitung der Relieffiguren wurde Zirbe gewählt, da die Heilwirkung dieses Holzes immer mehr an Bedeutung gewinnt und somit wieder sehr gut zur Gesundheitsapotheke passt. Die Zirbe wirkt beruhigend, kräftigend und hat eine reinigende Wirkung auf den gesamten Organismus.
Im Bereich Vergolder/Schilderhersteller wählte eine Gruppe die Anfertigung einer Schaufensterpuppe für das Sportgeschäft „Sport Adler“ in Ischgl. Hannah Huber und Sandro Ladner kreierten ein Kleid, das aus hölzernen Adlerfedern besteht. Insgesamt ca. 100 Federn sollten es sein. Dazu hat diese Puppe einen marmorierten Sockel, der mit dem Logo des Geschäfts verziert ist. Auch weist die Puppe einen Flügelaufsatz auf, der aus Holzfurnieren und einer runden Platte mit dem Logo besteht. Die Besucher zeigten sich sehr begeistert über diese besondere Idee!
Die 3. Präsentation der Abschlussarbeit „Laubbaum“ von Theresa Lechleitner und Jasmin Gabl bringt das neue Marketingkonzept der Schule in den Mittelpunkt. Ganz im Zeichen des Leitsatzes „Wer seine Wurzeln kennt, kann seine Zukunft besser gestalten“ wollten die beiden Schülerinnen die Wurzeln mit dem Schullogo verbinden. Ein Baum, der tief verwurzelt im Leben steht, trägt symbolisch die Schule.