Gedenkskapelle in Elmen

Bildhauer
Projektteam: Valentina Deuschl, Simon Ladner, Patrick Rupprechter
Begleitlehrer: FL Josef Jehle

Aufgabenstellung
Bei unserem Projekt ging es darum eine alte lehrstehende Kapelle mit neuen Figuren zu vervollständigen. Dazu entschlossen wir uns, zwei Bauernheilige Isidor und Notburga und der darüber wachende Herrgott, darzustellen. Die Darstellungen sollten möglichst naturrealistisch und harmonisch in Erscheinung treten.

Projektablaufplan
Gemeinsame Besprechung der Vorstellungen und Projektablauf
Besprechungen mit Projektpartner
Zeichnen verschiedener Entwürfe
Modellieren der jeweiligen Figur
Ausführung der Schnitzarbeiten
Letze Verbesserungen
Montieren der Figuren in der Kapelle

Umsetzung
Als wir das erste mal von einer lehr stehenden Kapelle in Elmen hörten, fragten wir die Besitzer der Kapelle ob wir diese mit neuen Figuren schmücken dürften, diese stimmten sofort zu, und wir hatten endlich eine erste Vorstellung von unserem Projekt. Später wurden dann auch einige Maler auf unser Projekt aufmerksam und schlugen vor, dass die Kapelle neu bemalt und verschönert werden könnte, doch da diese kurzfristig wieder ausstiegen wurden der 2. Klasse diese Aufgabe übergeben. Bei diesem Projekt war es wichtig, dass die Proportionen der jeweiligen Figuren passen. Wir machten von uns gegenseitig Fotos, um die Kontrapost und Bewegungen gut festhalten zu können.

Modellieren
Am Anfang fertigten wir für die Figuren eine Platte mit einem Holzdübel, damit eine gute Stabilität gewährleistet wird. Für zusätzliche Verstärkung wurde für die Arme noch Draht verwendet. Mithilfe der Fotos und Anatomiebüchern begannen wir mit dem Modellieren.   Beide Figuren sind in Kontrapoststellung modelliert, da es bei einer ruhig stehenden Figur am natürlichsten aussieht.

Schnitzen
Nachdem das Holz hergerichtet wurde und wir es zugeschnitten hatten, konnten wir mit dem Anhauen auch schon beginnen. Wir achteten dabei auf eine möglichst Naturalistische Darstellung der Figuren. Sie sollten locker und harmonisch wirken, aber immer noch eine gewisse selige Präsenz und Ausstrahlung haben, was nicht einfach darzustellen war. Auch die Zeit machte uns ziemlich zu schaffen, da wir einiges an Zeit durch den unvorhergesehenen Austritt der Maler in unserem Projektteam verloren haben. Schlussendlich haben wir es aber doch recht gut geschafft alles zeitlich unter einem Hut zu bringen, was wir nicht zu Letzt auch durch die Unterstützung von unseren Projektbetreuer Jehle Josef, der immer mit gutem Rat zur Verfügung stand und uns immer motivierte, geschafft haben.                                                                                  

Ergebnisse
Die Projekt Aufgabe war es die Kapelle nach unseren eigenen Vorstellungen mit neuen Figuren zu bestücken, also überlegten wir uns eine kreative Zusammenstellung aus Dem Gottvater und zwei heiligen Figuren (Isidor und Notburga). Die zwei heiligen sind dem Betrachter zugewandt während der Gottvater in den Wolken thronend das geschehen von oben beobachtet. Die Zwei Hl. Figuren sind bauernheilige stehen also auch in gewisser weise für die Natur das Bauerntum und generell das leben in den Bergen. Der Gottvater steht für den Heiligen Schutz Gottes der ständig über uns wacht und die Welt die Menschen und die Natur in seinen schützenden Händen hält.

Gottvater
Der Gottvater wird meist mit Weltkugel und einem Zepter dargestellt und fast immer als alter Mann der in den Wolken sitzt. Er wird von einem Kranz aus strahlen umgeben und wacht über die Welt und die Menschen. Er wird sehr oft etwas kleiner dargestellt um die ferne und Distanz zu repräsentieren. Nach diesen gegebenen Darstellungen entwickelte ich anschließend meine eigene Interpretation. Mein Gottvater ist mit langen Haaren und Bart dargestellt leicht nach unten gebeugt auch die Weltkugel und das Zepter habe ich in meinen Entwurf einfließen lassen. Ich wollte ihm eine leichte und entspannte Stellung in den Wolken einnehmen lassen und ihn zufrieden auf sein werk (die Erde) und die guten Menschen herabblicken lassen er sollte entspannt und glücklich aussehen und ich denke das habe ich auch recht gut hinbekommen.

Warum Gottvater?
Als Figur suchte ich mir den Gottvater aus weil er zu unserer Darstellung recht gut passte. Zum einen um zu verdeutlichen das Gott seine schützende Hand und seinen schützenden blick auf alle Menschen richtet in diesem Fall auf die zwei Bauernheiligen Notburga und Isidor auf die er Stoltz und Freudig hinabblickt. Der zweite Grund war das er einfach gut in die Kapelle passt da neben den zwei Figuren noch reichlich platz war und er die Komposition etwas auflockert durch seine runde Form.

Warum die Hl. Notburga
Da die Hl. Notburga eine Tiroler Bauernheilige und so sehr gut in die naturbelassene Gegend von Elmen hineinpasst war nur ein Punkt warum ich mich für sie entschied. Auch war sie eine Starke Frau die für die Armut kämpfte und sie daher ein Vorbild von vielen Tirolerinnen sein sollte. Notburga sollte dabei auch die Betrachter erinnern, dass man nach der Arbeit seinen wohlverdienten Feierabend genießen sollte um so ein Leben voller Glück und Freude verbringen kann.

Patron
Der Bauern, Dienstmägde und der Armen; der Trachten- und Heimatverbände; der Arbeitsruhe und des Feierabends; für eine glückliche Geburt; bei Viehkrankheiten und allen Nöten der Landwirtschaft