In a Concret Jungle

Bildhauer
Projektteam: Katrin Kernstock, Vanessa Stocker
Begleitlehrer: FL Josef Jehle

Projektinhalt

Vollplastische Darstellung zweier Frauen, welche eine Gesamtgröße von 45 Zentimetern messen. Eine Figur liegt entkleidet am Boden. Sie ist schlank und verwildert. Darüber hinaus ist sie gefesselt dargestellt.
Dies soll versinnbildlichen, dass sie keine Chance hat, gegenüber den zahlreichen Menschenmassen, welche aus den Städten hervor dringen und ihre geliebte Heimat zu industriell ausgereiften und wirtschaftsfördernden Städten verwandeln wollen. Damit wird sie nicht nur ihrer Freiheit beraubt, sondern auch ihrem gewohnten Wohnraum und ihrem ursprünglichen Lebensstil entrissen. Wie in Trance liegt sie da, ist mittellos und steht dem Bevorstehenden machtlos gegenüber. Die andere Figur ist schick gekleidet und wohlproportioniert. Die Städtlerin wirkt erhaben und hält mit arrogantem Blick das Ende der Eisenkette, mit welcher die Erstbeschriebende gefesselt ist. Sie wird in Kontrapost- Stellung geschnitzt. Die Szenerie findet auf einem grauen Sockel statt, der aussieht wie ein Hochhaus. Dies soll den Projekttitel ” In a concrete Jungle” zusätzlich unterstreichen. Zielsetzung

Unser Ziel ist es Aufmerksamkeit gegenüber Missständen zu wecken. Weitere Ziele sind unsere EDV-Schwächen auszugleichen und mit Plotterfolie zu arbeiten und eine gut koordinierte Zusammenarbeit im zweiköpfigen Projektteam.

Modelle

Vor Beginn unserer Abschlussarbeit machten wir zahlreiche Fotos von Freunden und Verwandten in jener Position, wie wir sie uns auch als Endergebnis vorgestellt haben. Diese erleichterten uns die Arbeit am Plastilin- Modell, welches wir im Verhältnis 1:1 anfertigten.

Komposition der Sockel mit den einzelnen Figuren

Nachdem wir festlegten, wie die Figuren mit den jeweiligen Sockel zusammenpassen, konnten wir mit der eigentlichen Arbeit beginnen.

Die Sicherheitsmaßnahmen in der Werkstatt wurden verschärft. Da dies in jener Woche umgesetzt wurde, als wir mit dem Holz herrichten beginnen wollten, konnten wir das Zirbenholz nur mit der Motorsäge bearbeiten. Alle Verleimarbeiten, welche mit Abrichten und Hobeln in Verbindung zueinander stehen, wurden vorerst in den Hintergrund gestellt. Die Kernseiten bestrichen wir mit Holzleim, um ein späteres Reißen des Holzes zu verhindern. Da es jedoch in den Schnitzräumen sehr warm war, blieb uns das Auskeilen der Risse leider nicht erspart.

Die einzelnen Figuren

Die Gefangene:
Die „Ärmliche“ der beiden misst 44cm. Sie liegt angespannt und gefesselt am Flachdach des Hochhauses. Dabei leimte ich nachträglich das Holz für die langen Haare (l=28, b=7,t=3,5cm) welche über die Front des Hauses fallen im richtigen Winkel zum vorhandenen Sockel. Die Handschällen formte ich mittels Blechschere und Zange. Nachträglich habe ich die Kette befestigt.

Die Erhabenen:
Die „Reiche“ der beiden misst 44cm. Sie steht in Kontrapost-Stellung am Flachdach des höheren Hochhauses. In ihrer rechten Hand hält sie die Eisenkette mit der sie die Erstbeschriebene gefangen hält.

Die Sockel

Mit Hilfe von unserem Zeichenlehrer FL. Klaus Lechenbauer gelang es uns die Folien an den Sockeln sachgemäß anzubringen.
Anschließend malten wir die Sockel unterhalb unserer Figuren mit deckender Acrylfarbe.

Resümee

Mir, Katrin Maria Kernstock gelang es mit diesem Projekt an Grenzen zu Stoßen, indem ich erstmals eine liegende Figur schnitzte. Mir, Vanessa Stocker ist einmal mehr aufgefallen, wie zeitaufwändig es ist, eine anatomisch korrekte Figur zu schnitzen. Darüber hinaus konnten wir die Vor- und Nachteile einer Projekt-Arbeit in einem Team mit nur zwei Leuten erkundschaften.
Das Projekt kann man in den nächsten Jahren in der Schnitzschule begutachten. Wir hoffen die Leute finden Freude an dieser diskussionsreichen Thematik.