Innengestaltung des Gemeindeamtes von Elmen

Maler, Vergolder und Schilderhersteller
Projektteam:
Melanie Moosbrugger,  Steve Lorenz

Projektinhalt

Das Projekt behandelt die dekorative Gestaltung des Gemeindehauses im Elmen. Durch verschiedene Dekorationsmalereien wurden das Treppenhaus sowie der Gemeindesaal ansprechend gestaltet. Als besonderer Teil wurde eine Geschichte aus der Elmer Sagenwelt genommen und als Bild Festgehalten.

Die Entwürfe basieren auf Schlichten Klassischen Formen welche auf das gemütliche Holzambiente abgestimmt sind. Lange Studien der alten Meister ermöglichten uns diese Gestaltungen zu entwerfen.

Als die Entwürfe zu unserer Zufriedenheit und zur Zufriedenheit unserer Auftraggeber vollendet waren begannen wir sie in die letztendliche Größe zu bringen. Da das Episkop der Schule einen technischen Defekt hatte mussten wir auf die ältere und aufwendigere Technik der Rastervergrößerung zurückgreifen. Hier wird das Gesamte Bild mit einem Raster überzogen welches im gewünschten Maßstab auf der fertigen Zeichnung wiedergegeben wird. Die einzelnen Rasterkästchen werden mit Zahlen und Buchstaben gekennzeichnet. Damit kann man sehr genau die ursprüngliche Entwurfszeichnung vergrößern.

Nachdem die konkreten Linien ihren Platz gefunden hatten wurde alles ausgeradelt.

Die dazugehörigen Schriften wurden mittels Plotter erstellt. Davor mussten diese allerdings im Computer geschrieben und von Vektor-Programmen wie CorelDraw bearbeitet werden. Danach wurden sie in das Plott-Programm EuroCut gegeben. Dort werden Einstellungen wie Untergrund, die Breite des Materials sowie der Druck mit dem der Stift auf die zu beschreibende Unterlage drückt.

Nachdem der Plotter seine Arbeit fertig gestellt hat wird das Papier ausgeradelt, dies bedeutet dass mittels dem Pausrad kleine Löcher in das Papier gemacht werden. Durch diese Löcher kann später der Pausstaub auf die Wand.

Die zweite Variante ist die Schrifterstellung mittels Lackierfolie. Hierzu werden wie oben die Schriften bearbeitet. Nur werden hier nicht mit Stift gezeichnet sondern es wird ein Messer und die Lackierfolie in den Plotter eingespannt, Auch der dazugehörige Druck sowie sonstige Einstellungen des EuroCuts sind hier anders (Angegebenes Material, Schneiden, etc.)

Nachdem die Folie ausgeplottet ist werden die einzelnen Buchstaben ausgehoben. Als nächstes kommt die Übertragsfolie darüber.

Nachdem die Folie mittels Rackel auf die Wand aufgetragen wurde wird zuerst mit der Hintergrundfarbe alles ausgestrichen um ein Unterlaufen zu verhindern, danach wird mit der Schriftfarbe gestrichen. Wenn alles getrocknet ist wird die Lackierfolie wieder abgezogen.

Die Dekorativen Malereien sind der Dekorationsmalerei sowie der Graumalerei zuzuordnen.

Die Dekorationsmalerei gehört zum Kunstgewerbe. Sie ist ein Kunsthandwerk, das in seinen einfachen Leistungen zum gewöhnlichen Handwerk wird, in seinen höchsten aber vollwertig zur eigentlichen Kunst zählt.
Die glatt gestrichene Wand einerseits und das Wandgemälde, der figurenreiche Theatervorhang anderseits mögen als Gegensätze gelten, zwischen welchen sich der Beruf des Dekorationsmalers entfaltet.
Die Malerei schafft ihre Bilder der Bilder wegen, aber die Dekorationsmalerei schmückt Architektur und verziert diese, sie ist Ausstattungskunst, daher auch der gleichbedeutende Ausdruck  „Staffiermalerei“ (Staffieren = ausstatten).
Die Dekorationsmalerei ist vielseitig. Nach dem Ort, an welchen sie zur Anwendung gelangt, unterscheidet man die Zimmer- Stubenmalerei, die Kirchenmalerei, Theatermalerei, Fassadenmalerei usw. Für andere Zwecke und durchschnittlich in kleineren Maßstäben arbeiten die Schriften- und Wappenmalerei, auch als Schilderei bezeichnet. Nach der Ausführung sind zu nennen : die glatte Malerei oder tüncherei,
die bunte oder vielfarbige (polychrome) Malerei, die Graumalerei als Nachahmung einfarbiger Plastik, die Holz und Steinmalerei, als Nachahmung der aderung der Hölzer und der Aderung des Marmors, auch als Marseriern und Marmorieren bezeichnet. Zur  Dekorationsmalerei im weiteren Sinne zählen auchdas Lackieren, Bronzieren, das Vergolden, owie das Fassen von Heiligenfiguren, Altären und anderen kirchlichen Gegenständen mit Gold und Farben.

Die Graumalerei verfolgt den Zweck, architektonische Gliederungen und den bildhauerischen Schmuck nachzuahmen. Da dieser im inneren der Gebäude gewöhnlich in Gips- oder Stuckornamentik auftritt, so ist die Malerei grau in grau im großen und Ganzen gleichbedeutend mit der Darstellung des Gipses.
Betrachtet man ein Gipsmodell auf seine Erscheinung in Licht und Farbe, so sind die hellsten Stellen weiß, es folgen graue Übergänge bis zu den dunkelsten Schatten und hinter diesen zeigen sich Reflexe ( Widerlicht), die gewöhnlich gelblicher und wärmer sind, als die direkt beleuchteten Teile, während die Schlagschatten wieder kälter erscheinen.

Man arbeitet  gewöhnlich in sechs Abstufungen. Der mittlere Ton wird als Lokalton grau gestrichen, bildet also gleichzeitig den Grund. Auf diesen werden ein erstes und ein zweites Licht und drei Schatten aufgetragen. Das eine Licht ist hellgrau, das andere ist weiß, von den Schatten ist der erste kälter, der zweite wärmer und der dritte mit welchem die Drucke oder tiefsten Stellen ausgeführt werden, ist schwarzbraun.

In diesen sechs Abstufungen lässt sich alles grau in grau darstellen und gibt eine gute Wirkung, wenn die Farben richtig gewählt sind. Man kann dies natürlich auch mit nur fünf Farbtönen malen und Ornamente von der Palette malen.