Gemeinschaftsprojekt Bildhauer – Maler

Ein tolles Gemeinschaftsprojekt ist im Unterricht entstanden.

Die Malerschülerin Agnes Dorn entwarf diese Schachbrettillusionsmalerei und fertigte dieses Kunstwerk im Unterricht auch an. Die beiden Bildhauerschülerinnen Leonie Ortner und Nicole Nußbaumer setzen die dazugehörigen Schachfiguren um. 

Intention von Agnes Dorn: Das Schachspiel hat eine lange Tradition und wird bereits das erste Mal zwischen dem 3. und 6. Jahrhundert in persischen Schriften erwähnt. Auch in Indien und China gab es schon damals vergleichbare Spiele. Damals wie heute war es ein Strategie- und fast schon ein Kriegsspiel, das vorrangig von den Adligen und Gelehrten gespielt wurde. Durch die islamische Expansion wurde das Spiel in Europa bekannt und gewann an Beliebtheit. Im Mittelalter gehörte das Spielen von Schach zu den “sieben Tugenden der Ritter”. Das Schachspiel und seine Regeln wurden im Laufe der Jahre immer wieder verändert und erweitert. Es ist das Ergebnis der Vermischung vieler Kulturen und Völker. 

Mit diesem Vorwissen ist der Entwurf entstanden. Das Schriftband soll die Zeit symbolisieren, auf der der Betrachter in die Vergangenheit zurück bis zum Ursprung des Schachspiels reist. Am Ursprung ist eine Kriegsszene mit Elefanten dargestellt, da diese im persischen und auch indischen Raum oft als Waffen eingesetzt wurden. In der Szene soll sich im übertragenen Sinn die Spielintention widerspiegeln – das strategische Denken. Wie im Schachspiel als auch im Krieg spielte Strategie eine entscheidende Rolle. Das dreidimensionale Schriftband aus Holz, auf welches das Schachbrett gemalt werden soll, wird mit verschiedenen Vergoldertechniken gestaltet, die soll einerseits den Reichtum des persischen Reiches zu dieser Zeit darstellen, andererseits auch den hohen Stellenwert des Schachspiels in der langen europäischen und asiatisch-orientalischen Geschichte. 

Auch die beiden Bildhauerschülerinnen Leonie und Nicole haben ihre Ideen zu den Schachfiguren aufs Blatt gebracht. Das Gesamtkunstwerk inklusive Intentionen befindet sich derzeit im Ausstellungsraum unserer Schule und kann zu den Öffnungszeiten  (Montag bis Freitag 09-12 und 13.30-17.00 Uhr , Dienstag Nachmittag geschlossen) gerne kostenlos besichtigt werden. 

Künstlerprofil: Prof. Franz Wolf

Professor Franz Wolf, der derzeit seine Werke in der Wunderkammer in Elbigenalp ausstellt, besuchte am Mittwochvormittag unsere Schule.
Er nahm sich die Zeit unseren Schülern seinen Werdegang und seine Arbeiten vorzustellen. Die Schüler/innen waren überaus begeistert und stellten sehr viele Fragen, die er ausführlich und interessant beantwortete. Das Lehrpersonal sowie die Schüler/innen waren sehr angetan und besuchten dann am Folgeabend die Vernissage in der Wunderkammer.

Arbeit des Monats

Stolz präsentieren wir die Arbeiten dieses Monats:

1.Platz: Hannah Egger – Experimentelles Portrait
2.Platz: Larissa Melmer – SGraffito Marilyn Monroe
3.Platz: Carla Ostheimer – Goldbox und Larissa Melmer – Goldbox mit Biene

Fachschule fertigt Tor für Stift Stams

Im Zuge des 10-wöchigen Betriebspraktikums fertigten vier Schüler/innen der 4. Klasse zusammen mit ihrem Fachlehrer Horst Pali die ornamentalen Verzierungen des erneuerten großen Stifttores des Stiftes Stams.

Dabei dienten die alten Ornamente,  die nunmehr in Nussholz geschnitzt wurden und im Stamser Museum aufbewahrt werden, als Vorlage.

Mit Hilfe des Tischlers, der das große Stiftstor erneuert hat, wurde nunmehr das Gesamtwerk vollendet.

Das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen. Diese Arbeit steht am Ende der 25-jährigen Renovierungszeit für das Stift Stams welches im Jahre 2023 sein 750-jähriges Bestandsjubiläum feiert.