Schaufenstergestaltung

Maler, Vergolder & Schriftdesign
Projektteam:
Hannah Huber,  Sandro Ladner
BegleitlehrerIn: FL Simone Krug

Projektidee
Unsere Projektidee begann ursprünglich mit einer Schaufensterpuppe, die wir gestalten wollten. So zeichneten wir einige Entwürfe von Kleidern, Puppen, Sockel und stellten diese vor. Als wir uns dann auf das Thema Schaufenstergestaltung einigten, kreierten wir eine Puppe für ein Sportgeschäft in Ischgl. Da der Name des Geschäfts „Sport Adler“ lautet passten wir uns an das Tier Adler an. Wir kreierten ein Kleid, das aus Hölzernen Adlerfedern besteht. Insgesamt ca. 100 Federn sollten es sein. Dazu erhält diese Puppe einen marmorierten Sockel, der mit dem Logo des Geschäfts verziert ist. Desweiteren erhält die Puppe einen Flügelaufsatz, der aus Holzfurnieren und einer Runden Platte mit dem Logo besteht. Diese sollen Flügel darstellen. Als wir dem Geschäftsführer die Entwürfe vorlegten und ihm diese Abschlussarbeit erklärten war er sofort begeistert und bat uns seine volle Unterstützung an.

Entwurf: Sockel
Beim Entwurf vom Sockel mussten wir die Standhaftigkeit der Puppe beachten. Die Puppe ist an einer runden Glasplatte mit einem Durchmesser von 45cm befestigt. Daher muss die Sockeloberfläche eine Standfläche von mindestens 45cm haben. Beim Sockel haben wir uns für etwas Schlichtes entschieden, denn der Augenfang soll letztendlich doch das Kleid der Puppe sein.

Entwurf: Federkleid
Beim Entwurf des Kleides wurde der Name des Unternehmens miteinberechnet. „Sport Adler“ lautet der Name des Sportgeschäfts. Wir hielten uns an den Adler und entschieden uns für ein Kleid aus Adlerfedern.

Entwurf: Flügel
Beim Entwurf der Flügel wollten wir Ursprünglich originale Adlerfedern mit Digitaldruck machen. Da unser Digitaldrucker leider nicht funktioniert mussten wir uns etwas anderes einfallen lassen. Unsere Idee war, möglichst moderne Flügel zu gestalten.

Projektausführung
Bevor wir mit unserem Projekt starteten, mussten wir natürlich diverse Entwürfe vorweisen. Diese mussten dann einmal überarbeitet werden, bis sie allen Geschmäckern entsprach. Mit diesen Entwürfen mussten wir zuerst die Lehrer und dann den Landesschulinspektor überzeugen. Als wir dann die Genehmigung zur Ausführung unserer Arbeit erhielten mussten wir unsere Arbeit dem Auftraggeber vorzeigen. Dieser war sofort von unserer Idee überzeugt und stimmte zu. Somit begann die richtige Arbeit. Das entsprechende Material musste besorgt werden. Die Schaufensterpuppe wurde uns von dem jeweiligen Sportgeschäft zur Verfügung gestellt. Sockel und Flügelholz mussten vorbereitet werden. Die 100 Federn des Kleides mussten nach einer Vorlage ausgeschnitten werden.

Sockel
Unser Sockel enthält 4 Techniken. Marmorieren, Linieren, Stupfen und Schreiben. Mit diesen Techniken erzielten wir einen neuen, modernen und schönen dezenten Sockel für unsere Puppe. Für den Sockel benötigten wir zuerst 5 Holztafeln die wir zu einem Sockel zusammenschraubten. Da an den Ecken leichte Lücken waren und man die Schrauben vom Bohren sah mussten wir den Sockel mit Zwei Komponenten Kit spachteln. Nach dem Spachteln musste der Sockel mit einem Haftgrund grundiert werden. Nach dem Haftgrund folgte eine normale Dispersionsfarbschicht auf der, der marmoriert wurde. Bei dem Marmor haben wir uns für einen leicht rötlichen Ton entschieden, der perfekt zu den Farben des Logos passt. Nach dem Malen des Marmors wurden die Felder aufgezeichnet, in denen später das Geschäftslogo platziert wird. Nach dem Aufzeichnen wurde das Logo auf 3 Seiten aufgemalt. Auf die vierte Seite kam die Beschriftung „Abschlussprojekt 2013 – Huber Hannah & Ladner Sandro“ Diese Flächen wurden später mit einer schwarzen Farbe einliniert.

Kleid
Unser Kleid ist auf ca. 11 Techniken aufgebaut. Diese Techniken befinden sich auf den Federn, die für das Kleid angefertigt wurden. Jede einzelne Feder wurde mittels Kopiersäge aus Holz ausgeschnitten. Eine Feder misst ca. 15cm in der Länge und ist 0,8cm stark. Nach dem Ausschneiden wurden alle 100 Federn mit dem Kreidegrundaufbau vorbereitet. Bei der Hälfte der Federn genügten bereits 2 Schichten der Bologneserkreide. Bei der anderen Hälfte der Federn mussten mehrere Schichten der Bologneserkreide aufgetragen werden, da diese vergoldet, versilbert oder weißpolimentiert wurden.  Jede einzelne Feder musste gründlich geschliffen werden, somit mit der Technik begonnen werden konnte. Nach dem Schleifen wurde auf die zu vergoldenden und die versilberten Federn das Poliment aufgetragen. Gleich danach wurden diese Federn vergoldet. Nach den vergoldeten und versilberten Federn kamen die Weißpoliment Federn an die Reihe. Für diese Federn musste ein weißes Poliment hergestellt werden. Eine Feder benötigt ca. 4 Schichten Weißpoliment. Diese Federn werden nach dem Auftragen gründlich und Fleckenfrei auf Hochglanz poliert.
Der nächste Schritt beginnt mit der Vorbereitung des Lüsters. Wir haben uns für eine rote Lüster entschieden, der mit den Farben des Logos harmoniert. Der Lüster wird über das Silber gestrichen und gibt einen seidenen Glanz. Nach dem Lüstern wurden einige versilberte Federn mit einer schwarzen Radierfarbe angestrichen. Nach dem Aufstreichen werden diese mit schönen Mustern verziert. Hier ließen wir unserer Fantasie freien Lauf. Der nächste Schritt waren die metallisierten Federn. Diese Federn werden mit verschiedenen Schlagmetallen verziert. So werden manche mit Goldmetall, Silbermetall oder Kupfermetall verziert. Bei dem Oxidieren der Federn haben wir für  einige Federn das Schlagmetall auf einer heißen Fläche oxidiert. Jene, die mit echtem Silber versilbert wurden, mit einem Oxidationsmittel eingestrichen. Gleich danach begannen wir mit den Bronzefedern. Diese wurden vorerst mit einer Anlegemilch angestrichen und nachher mit dem Bronzepulver eingestaubt. Dazu malten wir noch einige Federn mit Dispersionsfarbe. Zur Verschönerung des Kleides ließen wir uns eine kleine aber sehr wirkungsvolle Idee einfallen. Wir nähten ein Weißes Federboa an den Kragen des Kleides. Dieser gab dem Kleid den Krönenden Abschluss.

Flügel
Ursprünglich wollten wir unsere Flügel mithilfe eines Digitaldruckers gestalten. Da aber dieser Digitaldrucker nicht funktionierte, mussten wir uns etwas anderes einfallen lassen. So zeichneten wir einige Entwürfe und kamen schlussendlich auf eine moderne Form von Flügel. Diese Flügel wurden aus hellen Holzfurnieren angefertigt. Die verschiedenen Furniere mussten dann richtig Zugeschnitten und auf die Trägerfläche aufgeklebt werden. Dies geschah mittels Heißklebepistole. Die Trägerfläche ist eine runde Holzscheibe die marmoriert und mit dem Logo verziert wurde. Nach dem Aufkleben wurden die Holzfurniere mit einer Holzbeize eingestrichen, die dem Holz das gewisse etwas gab. Die Flügel wurden mit Hilfe eines Doppelseitigem Klebebandes befestigt.

Fertigstellung
Vor der Präsentation mussten unsere Federn natürlich noch auf einem Kleid befestigt werden. Da ein normaler Stoff dieses Gewicht der ca. 100 Federn auf dem Kleid nicht standhalten würde, haben wir uns ein spezielles Kleid anfertigen lassen. Dieses Kleid kann auf der Rückseite mit einem Reißverschluss geschlossen werden, und ist zusätzlich mit Klettverschluss an der Puppe befestigt. Jede einzelne Feder wurde dann mittels Nadel auf das Kleid genäht. Hierbei haben wir eine eigene Befestigungsmethone angewandt. Jede einzelne Feder hat auf der Hinterseite eine Kerbe, in der ein runder Metallkreis mit einer Takkernadel befindet. Dieser Metallkreis wird dann später an einem Näh-Haken befestigt. Als kleines Accessoire haben wir der Puppe Ohrringe in Form von Flügel verpasst, die dann mit oxidiertem Schlagmetall gestaltet wurden.